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	<title>Coleop-Terra</title>
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	<description>Just another WordPress weblog</description>
	<pubDate>Wed, 18 Feb 2009 15:21:05 +0000</pubDate>
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		<title>Bizarr</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Feb 2009 12:54:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Coleoptera]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Größe und Masse von Käfern kann man relativ einfach ermitteln, entsprechende Quellen über die Kleinsten, Größten oder Schwersten  sind  im www unschwer zu finden. Anders sieht es mit Käfern aus, die besonders durch ihr bizarres Erscheinungsbild  auffallen. Über die Frage, welcher der Bizarrste ist, entscheidet das subjektive Auge des Betrachters. Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Größe und Masse von Käfern kann man relativ einfach ermitteln, entsprechende Quellen über die Kleinsten, <a href="http://www.coleop-terra.com/giants.html" target="_blank">Größten oder Schwersten</a>  sind  im www unschwer zu finden. Anders sieht es mit Käfern aus, die besonders durch ihr bizarres Erscheinungsbild  auffallen. Über die Frage, welcher der Bizarrste ist, entscheidet das subjektive Auge des Betrachters. Ich traue mir aber trotzdem zu, hier ein paar Anwärter auf den Titel &#8220;most bizzare&#8221; zu posten. Fällt Euch auch noch etwas dazu ein? Postet es einfach.</p>
<p><em>Hypocephalus armatus</em> (Desmarest, 1832)  ist ein wühlender Käfer aus  der Familie der Vesperidae  (Bockkäfer, Cerambycidae). Das Verbreitungsgebiet dieser einzigartigen Art liegt in Süd-Ost-Brasilien. Die große Ähnlichkeit mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Maulwurfsgrille" target="_blank">Maulwurfsgrillen</a> ist durch die funktionsmorphologischen Anpassung an die unterirdische Lebensweise bedingt und repräsentiert ein sehr schönes Beispiel für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Homologie_(Biologie)" target="_blank">Homologie</a>. Die morphologischen Besonderheiten haben dazu geführt, daß die Art lange Zeit taxonomisch nicht eindeutig zugeordnet werden konnte.  Aufgrund anthropogener Einflüsse gilt der Bestand der Art als gefährdet (ist man nicht mal unter der Erde sicher?).</p>
<p><img src="http://www.coleop-terra.com/hypocephalus.jpg" alt="Hypocephalus armatus on Coelop-Terra" align="middle" height="300" hspace="10" vspace="5" width="600" /></p>
<p><img src="http://www.coleop-terra.com/stelze.jpg" align="left" height="400" hspace="10" vspace="10" width="220" />Diesen lustigen Kerl habe ich in einer Aufsammlung aus Sumatra entdeckt, genau in dieser „Pose“. Die verlängerten Tibien des hintersten Beinpaares befähigen die Art wahrscheinlich zu kleinen Sprüngen. Die Gesamtlänge (incl. Beine) beträgt 2 cm. Mir ist es noch nicht gelungen, ihn zu bestimmen, wenn ihr mir weiterhelfen könnt, bitte posten.</p>
<p>Das unten abgebildete Exemplar gehört zur Unterfamilie der Chlamydopsinae (Familie Histeridae), deren Vertreter  ausschließlich kommensal in Ameisen- oder Termitennestern leben. Die Käfer fressen Larven, verwundete oder tote Ameisen bzw. Termiten. Die Unterfamilie umfasst 174 Arten (Caterino &amp; Dégallier 2007), deren Verbreitungsgebiet sich hauptsächlich über Australien <span> </span>und Süd-Ost-Asien erstreckt.</p>
<p><img src="http://www.coleop-terra.com/chla.jpg" align="right" height="420" hspace="10" vspace="10" width="338" /></p>
<p>Viele Arten tragen ein Paar Haarbüschel auf den Elytren, die der Täuschung des Fühlertastsinnes des Wirtes dienen und auf eine fortgeschrittene Assoziation (<a href="http://lexikon.meyers.de/wissen/Symphilie" target="_blank">Symphilie</a>) von Käfer und Ameise  schliessen lassen. Histeriden (auch Stutzkäfer, im Englischen clown beetles) kommen weltweit vor, viele Arten leben in Nestern und Bauten von Säugern und Vögeln, wo sie Eier und Larven von Fliegen und Flöhen fressen. Weltweit sind etwa 3.900 Arten und 330 Gattungen bekannt, in Mitteleuropa kommen etwa 100 Arten vor.</p>
<p><a href="http://www.sbnature.org/collections/invert/entom/chlamydopsinae/chlamydopsis_suppl.htm">Chlamydopsis-Seite von M. Caterino </a><br />
<a href="http://www.museum.hokudai.ac.jp/organization/staff/Emmamushi/"> Histeridae-Seite von Masahiro Ohara</a></p>
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		<title>Rocket sience</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 14:48:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[andere Arthropoda]]></category>

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		<description><![CDATA[ Nein, das ist keine Rakete, auch kein Rennbob mit Flammendekor. Diese und viele andere spektakuläre &#8220;Sharpshooter Leafhoppers&#8221; (Schmuckzikaden, Cicadellinae) könnt ihr  in der Photo-Datenbank des National-Museums Wales finden. Es gibt weltweit 2400  bekannte Arten von Schmuckzikaden , mehr als die Hälfte der Arten leben in Südamerika. Die Datenbank bietet Abbildungen zu fast [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.coleop-terra.com/zikade.jpg" alt="Diedrocephala bimaculata, Brasilien" align="left" border="0" height="495" hspace="10" vspace="3" width="253" /> Nein, das ist keine Rakete, auch kein Rennbob mit Flammendekor. Diese und viele andere spektakuläre &#8220;Sharpshooter Leafhoppers&#8221; (Schmuckzikaden, Cicadellinae) könnt ihr  in der <a href="http://naturalhistory.museumwales.ac.uk/sharpshooters/Browse_taxa.php?-db=Sharpshooters%20of%20the%20World&amp;-lay=Browse%20Taxa&amp;">Photo-Datenbank des National-Museums Wales</a> finden. Es gibt weltweit 2400  bekannte Arten von Schmuckzikaden , mehr als die Hälfte der Arten leben in Südamerika. Die Datenbank bietet Abbildungen zu fast allen 2400 Arten und ist damit ein hilfreiches Tool für Diversitäts-Studien.  Die ökologische und ökonomische Bedeutung von Zikaden ist immens, da sie u.a. als Vektoren für Phytopathogene fungieren. An einem interaktiven Bestimmungsschlüssel arbeitet der Seitenbetreiber noch.</p>
<p><a href="http://naturalhistory.museumwales.ac.uk/sharpshooters/browserecord.php?-recid=537"><img src="http://www.coleop-terra.com/zikade2.jpg" height="251" hspace="8" vspace="8" width="136" /></a><a href="http://naturalhistory.museumwales.ac.uk/sharpshooters/browserecord.php?-recid=206"><img src="http://www.coleop-terra.com/zikade3.jpg" height="251" hspace="8" vspace="8" width="136" /></a></p>
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		<title>Deltochilum valgum</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Dec 2007 23:08:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>coleopterra</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Coleoptera]]></category>

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		<description><![CDATA[Deltochilum valgum ist ein sogenannter Dungkäfer, der wie der Name suggeriert, eigentlich Dung (oder Fallobst und Pilze) fressen müsste.     Alle anderen bekannten 5000 Dung-Käfer-Arten weltweit tun das jedenfalls. D.valgum ist aber ein Räuber, der sich auf die Jagd von Millipeden spezialisiert hat. Ertappt wurde der Räuber bei seinem nächtlichen Treiben im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Deltochilum valgum</em> ist ein sogenannter Dungkäfer, der wie der Name suggeriert, eigentlich Dung (oder Fallobst und Pilze) fressen müsste.     Alle anderen bekannten 5000 Dung-Käfer-Arten weltweit tun das jedenfalls. <em>D.valgum</em> ist aber ein Räuber, der sich auf die Jagd von Millipeden spezialisiert hat. <a href="http://www.coleop-terra.com/blog/D.valgum.jpg"><img src="http://www.coleop-terra.com/blog/valgum.gif" align="right" border="1" height="204" hspace="10" vspace="3" width="200" /></a>Ertappt wurde der Räuber bei seinem nächtlichen Treiben im peruanischen Regenwald von Trond Larsen und Kollegen. In einem langangelegten Versuch fanden die Wissenschaftler heraus, daß sich <em>D.valgum</em> im Gegensatz zu anderen Arten nur mit Fallen fangen lässt, die mit lebenden Millipeden bestückt sind. Die &#8220;Dungkäfer&#8221; sind in der Lage, Beute zu erlegen, die bis zu 14mal schwerer ist. Dabei wird der scharfkantige Vorderteil des Kopfes in die Intersegmentalhaut des Millipeden gedrückt und diese soweit getrennt, bis die Beute &#8220;geköpft&#8221; ist.   Anschliessend wird der erlegte Millipede in Stücke gebrochen und ausgeschlürft. Interessant ist nicht nur die erlernte Jagdtechnik, auch Kopfform (a) und Tibia (b) des letzten Beinpaares sind morphologisch an diese Lebensweise angepasst. Die Kopfform erleichtert die Aufnahme der Nahrung aus den Segmenten des Millipeden, die gebogene Form der Tibia dessen Transport. Womit die Larven ernährt werden,  ist bisher unklar. Andere Arten rollen dafür Dungkugeln in ihren Bau. Durch das Drehen von Pillen wurden Dungkäfer für die alten Ägypter zu Symboltieren für die aufgehende Sonne, Deltochilum valgum könnte zum Symboltier für die Triebkraft der Evolution avancieren.</p>
<p><strong>Quelle:</strong><br />
<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rft.jtitle=Biology+Letters&amp;rft_id=info%3Adoi%2F10.1098%2Frsbl.2008.0654&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fresearchblogging.org&amp;rft.atitle=From+coprophagy+to+predation%3A+a+dung+beetle+that+kills+millipedes&amp;rft.issn=1744-9561&amp;rft.date=2009&amp;rft.volume=&amp;rft.issue=&amp;rft.spage=0&amp;rft.epage=0&amp;rft.artnum=http%3A%2F%2Fjournals.royalsociety.org%2Fopenurl.asp%3Fgenre%3Darticle%26id%3Ddoi%3A10.1098%2Frsbl.2008.0654&amp;rft.au=Trond+H.+Larsen&amp;rft.au=Alejandro+Lopera&amp;rft.au=Adrian+Forsyth&amp;rft.au=Fran%C3%A7ois+G%C3%A9nier&amp;rfe_dat=bpr3.included=1;bpr3.tags=Biology%2CEntomology%2C+Taxonomy%2C+Zoology"><strong>Larsen, T. H., A. Lopera, A. Forsyth and F. Génier.  2009.</strong>  From coprophagy to predation: a dung beetle that kills millipedes. <span style="font-style: italic">Biology Letters</span> DOI: </span><a href="http://dx.doi.org/10.1098/rsbl.2008.0654" rev="review">10.1098/rsbl.2008.0654</a>.</p>
<p><strong>Lieber Besucher,                                                                                                                                                                                                               Klick auf die Grafik, um meine Homepage Coleop-Terra zu besuchen!<br />
</strong><br />
<a href="http://www.coleop-terra.com"></a></p>
<p style="text-align: center"><a href="http://www.coleop-terra.com" onfocus="if(this.blur)this.blur()"><img src="http://www.coleop-terra.com/coleop.gif" onfocus="if(this.blur)this.blur()" height="182" width="153" /></a></p>
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